Typisches Pfadfinderzelt: Jurte und Kohte

Pfadfinderzelte: Jurten

Typisch für die deutsche Jugendbewegung und insbesondere die Pfadfinder sind die sogenannten "Schwarzzelte". Diese diesen Zelten gehören auch die Jurten, welche in vielfacher Art und Weise verwendet werden können. So kann die Jurte als Schlafzelt genutzt werden, häufiger wird sie aber als Aufenthaltszelt genutzt. Der größte Vorteil der Jurte ist es, daß in ihr Feuer gemacht werden kann. Vor allem bei Regen oder niedrigen Temperaturen ist das sehr angenehm. In solchen Situationen beginnen die Pfadfinder gerne mit einer Singe Runde und nutzen die Zeit zum Trocknen der nassen Kleidung.

Die Jurte ist ursprünglich das traditionelle Zelt der Nomaden in Zentralasien. Sie sind das Vorbild, nach der die moderne Jurte ab 1928 durch zunächst durch tusk entwickelt wurde. Während der Zeit des Nationalsozialismus war der Besitz eines Schwarzzeltes wie der einer Jurte strafbar. Sie galten als Ausdruck der Lebensweise und Geisteshaltung der bündischen Jugend: selbstbestimmt in eigener Verantwortung zu leben.

Heute sind Jurten in einzelne Planen zerleg- und modular aufbaubar. Dadurch ergeben sich viele interessante Kombinationsmöglichkeiten, sodaß tolle Zelt-Konstruktionen entstehen. Wird die Jurte als Aufenthaltszelt genutzt, so wird heute das Dach gerne als eine durchgängige Plane genommen: Das macht das Dach deutlich regendichter und weniger windanfällig.
 

Pfadfinderzelte: Kohten

Auch die Kohte gehört zu den typischen Vertretern der Schwarzzelte. Sie wird in der Regel als Schlafzelt genutzt. In einer Kohte kann ebenfalls ein sogenanntes Kohtenfeuer gemacht werden. Dieses darf nicht besonders hoch geschürt werden, und sollte unbedingt Funken frei sein. So kann die Kohte von sehr kleinen Gruppen auch als Aufenthaltszelt verwendet werden.

Die Kohte stammt ursprünglich aus Lappland. Wie die Jurte auch, war sie das Vorbild für tusk, der die moderne Form der Kohte daraus entwickelte. Der Vorteil der Kohte liegt in ihrem geringen Gewicht und der kleinen Packgröße. Dadurch kann sie bei Wanderungen einfach im Rucksack mitgenommen werden; jeder nimmt eine Plane in den Rucksack.

Auf Lagern wird die Kohte gerne direkt an die Jurte gebaut. Das ist vor allem deswegen sehr beliebt, weil man direkt vom Aufenthaltszelt (Jurte) ins Schlafzelt (Kohte) gehen kann.

 

Was machen die Pfadfinder?