Kochen, wenn der Strom ausfällt?

Auch bei Stromausfall kein Problem: Einen Reiseintopf über dem Feuer zubereiten!

Bei Stromausfall funktioniert in unserem Alltag vieles nicht mehr: Internet und Computer, Licht, und eben auch der Elektroherd. Wenn das, so wie im Januar in Berlin, mehrere Tage andauert, stehen viele Leute in unserem Land vor Problemen: Auf das Internet kann man noch verzichten. Die batteriebetriebene Taschenlampe hält noch ein paar Tage vor.

Aber ohne Herd kochen? Die Pfadfinder machen vor, was möglich ist: Kochen über dem Feuer.

Zuerst bereiten sie die Feuerstelle vor. Jakob, der schon Erfahrung hat, hebt die Grube aus. Anton und Lena bringen noch Steine, die sie um die Feuerstelle legen, damit das Feuer nicht die Wiese entzünden kann.

Aber wie stellt man einen Topf aufs Feuer? Wenn man ihn direkt auf die glühenden Scheite stellt, ist es viel zu heiß, das Essen verbrennt sofort. Also bringt Jakob den Jüngeren bei, wie man Dreiböcke aus Ästen baut. Ein Dreibock links und einer rechts vom Feuer, dann kann man einen Ast darüberlegen, an dem man den Topf aufhängen kann.

Jetzt zündet Lena das Feuer an. Einige Minuten muss sie noch einheizen, bis es heiß genug ist. In dieser Zeit schneiden die Anderen die Paprika und die restlichen Zutaten.

Dann kann es losgehen: Jakob hängt den Topf mit einer Kette auf und beginnt, die Zwiebeln und die Paprika zu dünsten. Er achtet immer darauf, dass es über dem Feuer nicht zu heiß wird, denn sonst muss er den Topf höher hängen. Danach füllt er Reis und Wasser ein, und etwa eine halbe Stunde später ist der Eintopf fertig.

Währenddessen hat Anton noch einen Topf voll Wasser aufgehängt, aus dem sie Tee machen können.

Alle zusammen sitzen jetzt stolz beieinander zum Abendessen. Das konnten sie ganz ohne Strom zubereiten, und den Strom werden sie auch an den folgenden Tagen auf dem Zeltlager nicht vermissen.