Schnee, soweit das Auge blickt

Ein Winterlager, das den Namen auch verdient hat, durften wir im Südschwarzwald erleben.

Es begann schon mit der abenteuerlichen Anreise. Während der größere Teil der Busfahrt recht unspektakulär verlief, kamen wir bei den letzten Höhenmetern in heftigstes Schneetreiben. Mit voller Berechtigung weigerten sich bei dieser Wetterlage die beiden Busfahrer, den schmalen Waldweg zur Unterkunft mit den Reisebussen zu befahren.

Doch was ein rechter Pfadfinder ist, schafft es auch, sein Gepäck im Schneetreiben über die letzte Etappe zu schleppen.

Und kaum war die Unterkunft bezogen, gab es schon die ersten lustigen Schneeballschlachten.

Auch am nächsten Tag konnten wir den Schnee herrlich ausnutzen.

Beim Geländespiel ging es zwar offiziell darum, möglichst viele Tennisbälle ins eigene Lager zu bringen. Doch mindestens ebenso interessant war die Variante: Man hindert die gegnerische Mannschaft mit Schneebällen, überhaupt an die Tennisbälle zu kommen. Wer getroffen war, mußte nämlich erst ins eigene Lager zurück, bevor er wieder einen Angriffsversuch starten konnte.

Und die Rückkehr durch den stellenweise 50 cm tiefen Schnee war nicht einfach. Man versank, zog sich wieder raus, versank wieder, zog wieder heraus, versank wieder ...

Gegen Ende des Winterlagers hatte sich dann das Wetter vorgenommen, dem Wintereinbruch ein Ende zu bereiten. So langsam wurde der Schnee feucht und pappig.

Wunderbar: Dann bauen wir eben ein Iglu! Groß genug für den Kinderwagen unseres jüngsten Lagerteilnehmers sollte es werden. Kein Problem, sollte man meinen, denn die Eskimos können das ja auch.

Schneewände mit 50 cm Stärke und 1 m Höhe haben wir hinbekommen. Ganz schließen konnten wir das Dach leider nicht mehr. Aber Spaß hat es gemacht.

Was bleibt, ist die schöne Erinnerung an ein gemeinsam verlebtes echtes Winterlager.